Sozialdienst katholischer Frauen bietet mit "Cafè Lioba" einen neuen Treffpunkt an
Im Liobahaus finden junge Mütter in Not Beratung und Hilfe...
Alleinstehende Mütter, Schwangere und auch Familien sollen im
„Café Lioba“ regelmäßig dienstags einen Ort der Begegnung
finden können.
Quelle: Hanau Post vom 12.03.2010 Von Dieter Kögel
Dass in dem nicht ganz unproblematischen Quartier zwischen
Ehrensäule und Zeichenakademie das Bedürfnis nach Begegnung abseits
gängiger Cafés oder Lokalen groß ist, das zeigte bereits der
Eröffnungstag im neuen Café im Erdgeschoss des Beratungszentrums,
wo zur Feier des Tages Kaffee und Kuchen gereicht wurden und
Zauberer Captain Balloon die Gäste mit Ballonmodellagen und Magie
unterhielt.
Im Liobahaus in der Friedrichstraße bieten vier
Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen Schwangerschaftsberatung
und Hilfe in verschiedensten Notsituationen an.
Unterstützt werden die zwei Ganztags- und zwei Teilzeitkräfte von
mehr als 15 ehrenamtlichen Helferinnen, die den Betrieb im Hause
sicherstellen. Vor allem auch im „Minis Basar“ , wo Eltern mit
schmalem Geldbeutel gut sortiert Kinderkleidung, Spielsachen und
Ausstattungen über das Kinderbettchen bis hin zum Kinderwagen
finden. Der Basar hat seit Jahren guten Zuspruch, wenn er montags
von 9 bis 11 und dienstags von 15 bis 17 Uhr seine Türen öffnet.
Die Nutzung dieses Hilfsangebotes ist allerdings an die Beratung im
Haus gebunden. Sonst, so sagt die Diplomsozialpädagogin Frau Gudrun
Matt, wäre der Ansturm kaum zu bewältigen.
Viele Klienten des Liobahauses haben oft eines gemeinsam: Sie stecken in einer schwierigen Lebenssituation. Frauen, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt des Kindes vom Mann verlassen worden sind, suchen ebenso Hilfe bei den professionellen Beratern des SkF wie Frauen oder Familien, denen die wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen worden ist. Finanzielle und seelische Notlagen lassen immer mehr Frauen die Nummer des Sozialdienstes katholischer Frauen wählen (06181/364500).
Im vergangenen Jahr betreute das Team im Liobahaus rund 634
Frauen.
Manchmal genügten einmalige Beratungen, oftmals werden die
Ratsuchenden über einen längeren Zeitraum betreut. Der erste Impuls
zur Kontaktaufnahme allerdings ist die schnelle Hilfe. „Wir
verfügen über zwei gut gefüllte Töpfe,“ sagt Gudrun Matt. Denn
außer Sachhilfen werden im Bedarfsfall auch finanzielle Hilfen aus
dem Bischöflichen Hilfsfonds und der Bundesstiftung Mutter und Kind
gewährt.
Die offiziellen Bescheide fallen häufig nicht zugunsten derer
aus, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Auch diese
Bescheide gehen die Beraterinnen im Liobahaus durch und verhelfen
vielen Menschen so zu ihrem Recht.
Bereits während der Schwangerschaft bietet der Sozialdienst katholischer Frauen seine Dienste an. Diese können dann auch nach der Geburt in Anspruch genommen werden. Bis zum Kindergartenalter dürfen die Frauen und Familien auf sachkundige Unterstützung des SkF hoffen. Zum Kennenlernen der Einrichtung, der Mitarbeiter und zum Erfahrungsaustausch bietet sich der öffentliche Betrieb im Café Lioba ebenfalls gut an.

